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Nahwärmeverbund Schwand offiziell eingeweiht

10.11.2017
Nahwärmeverbund Schwand offiziell eingeweiht

Mehrere Liegenschaften der ehemaligen Landwirtschaftlichen Schule Schwand in Münsingen werden seit Anfang Oktober durch einen Nahwärmeverbund mit umweltfreundlicher Wärme versorgt. Die Anlage wird mit Holzhackschnitzeln aus regionalen Wäldern betrieben. Der Kanton Bern unterstützt das Projekt mit Fördergeldern.

Die AEK Energie AG feierte heute mit den Projektpartnern, Gemeinde- und Behördenvertretern, Lieferanten und Kunden die offizielle Inbetriebsetzung des Nahwärmeverbunds Schwand. Gerade rechtzeitig auf die Heizsaison 2017/18 konnten insgesamt 13 Gebäude der Bio Schwand AG, der Stiftung Therapiehof Schwand und Sigis’s Biohof am Nahwärmenetz angeschlossen und bereits mit Wärme versorgt werden. 

Die drei Kunden, die je im Besitz eines Baurechts des Kantons Bern sind, haben sich eine langfristig sichere, nachhaltige und preisstabile Wärmeversorgung auf Basis von Holzbrennstoff aus der Region zum Ziel gesetzt. Die Gemeinde Münsingen und die Regionalkonferenz Bern Mittelland befürworteten das Projekt, da der Wärmeverbund die Energiestrategie unterstützt.  

Langfristig, sicher und nachhaltig
Verschiedene Gebäude im Gebiet Schwand verfügten über ein sanierungsbedürftiges Heizsystem, betrieben mit fossiler Energie. Der neue Nahwärmeverbund erzeugt ganzjährig die nötige CO2-neutrale Energie für Warmwasser und Wärme. Die Wärme wird von der Energiezentrale im Keller eines bestehenden Gebäudes durch Hauptrohre in die Liegenschaften geführt. Ab der Hauptleitung erfolgt die Feinverteilung bis in die Radiatoren und Wasserleitungen der einzelnen Liegenschaften. Eine eigene Heizung wird damit für die Kunden des lokalen Wärmeverbunds überflüssig.

Holz als Energieträger
Der Grossteil der Wärme – über 85 Prozent – wird mit einer Holzfeuerung erzeugt. Dadurch sorgt der Wärmeverbund für lokale Wertschöpfung und sichert eine stabile und günstige Energieversorgung. Zur Spitzenlastabdeckung und Redundanz (Ausfall der Holzkessel) wurde ein Ölkessel installiert.

Die Planung, der Bau, die Finanzierung und der Betrieb der Anlagen erfolgte durch das BKW AEK Contracting der solothurnischen Energieversorgerin AEK Energie AG. Brennstofflieferantin ist die Forstunternehmung B. Küpfer aus Obergoldbach.  Sie bezieht das Holz aus lokalen Wäldern. Der Wärmeverbund substituiert jährlich rund 130’000 Liter Heizöl mit nachwachsendem Rohstoff und reduziert den CO2-Ausstoss um 345 Tonnen pro Jahr.

Unterstützung durch den Kanton Bern
Auch das lokale Gewerbe profitierte: Die Gesamtinvestitionen von über 2 Mio. Franken für den Bau des Wärmeverbunds flossen zu einem grossen Teil lokalen Unternehmen in Form von Aufträgen zu. Der Kanton Bern unterstützte den Umstieg auf erneuerbare und nachhaltige Energieerzeugung finanziell. Die Fördergelder werden vollumfänglich zur Senkung der Wärmekosten verwendet.